Putbus: Entstehung einer Märchenstadt


Im südöstlichen Zipfel Mecklenburg-Vorpommerns geboren, verschlug es Claudia zunächst nach Leipzig, dann nach Schottland, Berlin und zuletzt auf eine Berghütte in den Alpen. Die Sehnsucht nach Wind und Meer zog sie schlussendlich nach Rügen, wo sie jede freie Minute Rad-... mehr

Putbus. Eine Stadt ganz in Weiß. Klassizistische Pracht, aufgereiht wie an einer Perlenkette entlang der Alleestraße. Und dann erst der Circus – dieses Rondell, dessen schneeweiße Optik selbst sonnige Tage noch heller macht. Vor jedem dieser Häuser, in die wohl jeder Besucher nur zu gerne einmal einen Blick werfen würde, Rosenbüsche. Abwechselnd rot, orange, weiß, gelb oder rosa setzen sie ihre Farbtupfer in das Weiß der Fassaden. Es ist ein beliebtes Fotomotiv bei Einheimischen und Urlaubern. Die Wenigsten wissen, dass es Fürst Wilhelm Malte zu Putbus war, der vor rund 200 Jahren verfügt hatte, dass vor jedem der Häuser ein Rosenbusch stehen sollte. Er war es auch, der die Residenzstadt, so wie wir sie heute kennen, in Auftrag gab. Doch wer war der Mann mit einer so besonderen Vision?

„Freimaurer und Templer zu Putbus auf Rügen“ erschienen

Das Buch „Freimaurer und Templer zu Putbus auf Rügen“ von Dr. Ralf Marius Bittner nähert sich dem Menschen, dem Visionär und Freimaurer, dem bis heute eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Insel Rügen.

Die Geschichte beginnt im Jahre 1801. Wilhelm Malte ist in Göttingen auf einer Studienreise, untergebracht bei einer bekannten Familie. Er lernt Eduard von Santin kennen, dem er anvertraut, dass ihm der von seinen Eltern angelegte Park nicht recht behagt, „(…) es ist alles so kantig und unnatürlich“. Einige Monate später treffen sich die Beiden wieder. In Frankfurt wohnen sie der „Zauberflöte“ bei. Das Bühnenbild? Entworfen von Karl Friedrich Schinkel, der Fürst Wilhelm Malte zu Putbus später bei seinem Vorhaben, eine „Märchenstadt Putbus“ zu erschaffen, unterstützen wird.

Der Autor nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch Putbus

Eine Märchenstadt wurde es, prachtvoll, strahlend, monumental, hier und da fast wie verzaubert in ihrer Schönheit. Gekonnt und mit viel Fingerspitzengefühl und Fachwissen fängt Dr. Ralf Marius Bittner die Geschichte um die Entstehung der Stadt Putbus und die Rolle Fürst Wilhelm Malte zu Putbus. Die Lesser tauchen ein in diese faszinierende und besonders symbolträchtige Architektur und ihren Schöpfer, das Leben auf Rügen vor 200 Jahren und die Entstehung des Seebades und Luxus-Badeortes Putbus – immerhin das erste auf Rügen überhaupt.
Und läuft „Gefahr“ die schöne Residenzstadt nach der Lektüre mit ganz anderen Augen zu sehen. Wacher und aufmerksamer werden sie in jedem Fall ihren Blick schweifen lassen.

„Die Stadt Putbus soll dem Menschen mit Hilfe der Natur und der Architektur einen Weg zur inneren Ruhe geben, um die eigene Freiheit zu erreichen“, lässt der Autor seinen Protagonisten sagen, nachdem der berühmte Circus und das Pädagogium entstanden waren und gewährt uns Einblick in die Persönlichkeit Wilhelm Maltes.

Vorstellung und Lesung am 6. Oktober im Theater

Am 6. Oktober wird das Buch im Theater Putbus bei einer Lesung um 18:00 Uhr vorgestellt. Es wird um eine Reservierung im Theater gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Kostenbeitrag 3,- €.

Über den Autor: Dr. Ralf Marius Bittner studierte Geophysik und promovierte bevor er 1991 nach Rügen umzog. Dort baute er ein Vermessungsbüro auf. Als Freimaurer und Ritter war der gebürtige Kieler am Aufbau der Logen in Putbus und Greifswald beteiligt. Nach dem Studium des Kriya Yoga begann er seine eigenen metaphysikalischen Aktivitäten auf Rügen. Neben seiner Arbeit in der Kurverwaltung Putbus sind seine Projekte der Kultur-Energie der Friedensberg in Sellin und der Schlosspark zu Putbus.

Mehr Informationen zum Buch gibt es unter: www.rambarts.de/literatur


FEEDBACK

ABO