Putbuser Bärlauchtage: Bärlauchpesto selbst gemacht


Im südöstlichen Zipfel Mecklenburg-Vorpommerns geboren, verschlug es Claudia zunächst nach Leipzig, dann nach Schottland, Berlin und zuletzt auf eine Berghütte in den Alpen. Die Sehnsucht nach Wind und Meer zog sie schlussendlich nach Rügen, wo sie jede freie Minute Rad-... mehr

Die Bärlauchzeit hat begonnen. Der dichte, leuchtend grüne Teppich, der den Boden des Putbuser Schlosspark bedeckt, verrät es. Höchste Zeit, ein paar der schmackhaften, würzig-kräftigen Blätter zu ernten, um ein Bärlauchpesto zuzubereiten, das nicht nur in Verbindung mit Pasta ein Gaumenschmeichler ist, sondern auch auf frisch gebackenem Brot oder als Dressing zum Salat hervorragend schmeckt. Aromatisch – aber leichtfüßiger als Knoblauch – ist das Wildkraut, das auf Rügen Jahr für Jahr den Frühling ankündigt, gesund und einfach zu verarbeiten. Wer den Bärlauch „in freier Wildbahn“ ernten möchte, sollte beachten, dass das Sammeln in Naturdenkmälern oder Naturschutzgebieten nicht erlaubt ist. An allen anderen Orten ist das Sammeln zum Eigengebrauch gestattet – zum Schutz des Krauts sollte pro Pflanze jedoch nur ein Blatt gepflückt werden. Und ganz wichtig: Die Wurzeln des Bärlauchs müssen unbedingt in der Erde bleiben!Bärlauchpesto selbst gemacht

Für die Zubereitung des Bärlauchpestos benötigt man:

1 Bund frischer Bärlauch
40g Pinienkerne (oder auch Kürbis- oder Sonnenblumenkerne sowie Walnüsse sind möglich)
200ml Olivenöl
Salz
50g Parmesan (oder Pecorino)

Zunächst wird der Bärlauch gewaschen, getrocknet und grob geschnitten. Dann die Pinienkerne leicht anrösten, bis sie eine zarte goldgelbe Farbe annehmen und einen herrlichen Duft verbreiten. Sobald die Kerne etwas abgekühlt sind, können sie noch ein bisschen feiner gehackt werden. Nun alle Zutaten nach und nach in ein hohes Gefäß geben und mit einem Mixstab fein pürieren, bis eine sehr cremige Konsistenz entsteht. Das frisch zubereitete Pesto schmeckt ausgezeichnet, hält sich aber auch einige Tage im Kühlschrank.
Wir wünschen einen guten Appetit!

Übrigens, wer von dem grünen Zauberkraut nicht genug bekommen kann: Vom 13. Bis 21. April finden die Putbuser Bärlauchtage statt – mit vielen genussreichen Veranstaltungen wie Kochkursen, Themenvorführungen oder Vorträgen. Auch zahlreiche Gastronomen der Insel machen das Wildkraut dieser Tage zum Hauptdarsteller in den Küchen. Alle Informationen zu den Putbuser Bärlauchtagen gibt es hier.


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