Besonders übernachten auf Rügen: Außergewöhnliche Unterkünfte an der Ostsee


Besonders übernachten auf Rügen: Außergewöhnliche Unterkünfte an der Ostsee
Im südöstlichen Zipfel Mecklenburg-Vorpommerns geboren, verschlug es Claudia zunächst nach Leipzig, dann nach Schottland, Berlin und zuletzt auf eine Berghütte in den Alpen. Die Sehnsucht nach Wind und Meer zog sie schlussendlich nach Rügen, wo sie jede freie Minute Rad-... mehr

Auf Zeitreise gehen, eintauchen ins Unbekannte, den Entdeckergeist wecken: Auf Rügen warten außergewöhnliche Unterkünfte, in denen das Übernachten selbst zu einem Erlebnis wird. Einmal hochherrschaftlich nächtigen wie ein Fürst in altehrwürdigen Gemäuern, in mondänen Bädervillen wie schon die gut betuchten Urlauber im 19. Jahrhundert oder modern, nachhaltig, so außergewöhnlich – eben wie die Architektur der Insel selbst.

Nah am Wasser gebaut – schwimmende Ferienhäuser

Wasserferienwelt im-jaichVon den Wellen sanft in den Schlaf gewiegt werden – das geht nur in den schwimmenden Ferienhäusern der Wasserferienwelt Im-jaich. Eingebettet in die Landschaft des Greifswalder Boddens und des ausgedehnten Waldgebietes der Goor werden Gäste morgens nur vom Plätschern der See und Vogelgezwitscher geweckt. Neben den schwimmenden Ferienhäusern bietet die Wasserferienwelt noch Pfahlhaussuiten, die nach dem Vorbild der Südsee-Resorts auf den Malediven entstanden sind. Wer es noch ruhiger mag, sollte einen Blick auf die idyllisch gelegenen Uferhäuser in Gustow etwas weiter südwestlich werfen.

www.im-jaich.de

Zeitreise: Vom Ceres zum Badehaus Goor

Hotel Ceres

Das Hotel liegt am besten Platz inmitten von Binz in Sichtweite zur See und in trauter Nachbarschaft zur Binzer Seebrücke und schicken Bädervillen. Architektonisch grenzt es sich ab. Anstelle von verzierten Balkonen und Türmchen schlichte Eleganz: die schwarze Fassade und die gläserne Kuppel zeugen von dem konsequenten Purismus, den der Architekt Moritz Lau-Engelhausen im Sinn hatte und der sich auch in der Inneneinrichtung des Hotels wiederfindet. Bodentiefe Fenster, die atemberaubende Ausblicke auf die Ostsee erlauben, sind die einzige Extravaganz, nichts lenkt davon ab.

www.ceres-hotel.de

Ostseele Baabe

Ostseele Bungalow in Baabe

Viel Holz, Licht, Luft, Platz. Das sind die Bungalows „Ostseele“ in Baabe. Als Teil der einstigen VEB-Ferienanlagen zu DDR-Zeiten erbaut, erstrahlen seit 2017 drei der Bungalows in neuem Glanz. Statt DDR-Charme erwartet die Gäste der Ferienappartements „Beerenpause“, „Seeschimmer“ und „Wiesendüne“ Natur statt Luxus, eben „Zelten auf hohem Niveau“, wie es der Bauunternehmer Matthias Kramp nennt, der sich den Bungalows mit neuen Ideen annahm. Ausgewählte Details, wie ein Holztisch aus den Siebzigerjahren bewahren die Geschichte des Ortes.

www.ostseele.com

 

Wasserturm Putbus

Ende der Zwanziger zum Zwecke der Wasserversorgung erbaut, beherbergt der Wasserturm Putbus heute Gäste auf fünf Etagen. 2010 nahm sich das Ehepaar Kind dem bis dahin stark vernachlässigten Gebäude an – und sanierte es mit Feingefühl und einem Händchen für die besondere Geschichte des Ortes. Sie findet sich in vielen Details: in dem Springbrunnen, dessen Kuppel einst den Wasserkessel bedeckte, in einem massiven Eichentisch aus den Zwanzigerjahren und in den denkmalgeschützten Fenstern entlang der Wendeltreppe. Über Letztere gelangen die Gäste in die oberste Etage, wo der atemberaubende Blick auf den Bodden und die Insel Vilm wartet.

www.ruegen.de/wasserturm-putbus

Badehaus Goor

Hier logierten zum Zwecke der Entspannung und Erholung schon Alexander von Humboldt, Fürst Otto von Bismarck und Elizabeth von Arnim. Und noch heute verbirgt sich hinter den beeindruckenden, neoklassizistischen Kolonnaden ein Wellnesshotel der Extraklasse. Den Grundstein legte Fürst Wilhelm Malte zu Putbus zu Beginn des 19. Jahrhunderts, 2002 wurde mit einer umfassenden Sanierung begonnen, um an alte Glanzzeiten anzuknüpfen. In den eleganten Zimmern und Suiten fühlen sich Gäste jedenfalls an das Flair vergangener Tage erinnert. Viele verfügen über einen traumhaften Ostsee/Boddenblick.

www.hotel-badehaus-goor.de

Märchenschlösser und Herrenhäuser: Auf Tuchfühlung mit der Geschichte

Schlosshotel Ralswiek

Schloss RalswiekAuf einem Hügel oberhalb des Großen Jasmunder Boddens liegt das Schlosshotel Ralswiek. Ursprünglich nur eingeschössig, wurde es im 19. Jahrhundert abgerissen und erhielt zwei weitere Etagen sowie einen Neorenaissance-Giebel. Die Inneneinrichtung, die teilweise durch den bedeutenden Jugendstil-Architekten Henry van de Velde entworfen wurde, ist bis heute weitestgehend erhalten. In den Schlosszimmern schläft es sich märchenhaft. Neben Boddenblick bezaubern sie durch Jugendstilelemente, Rundbogenfenster und liebevolle Details, die Gäste in die Vergangenheit entführen.

www.schlosshotel-ralswiek.de

Schloss Spyker

Im 16. Jahrhundert errichtet, erinnert das Schloss Spyker mit seinen vier runden Ecktürmen noch heute an eine Burg. Im Zuge der Umgestaltung zum Renaissance-Schloss erhielt der Backsteinbau einen Putz in der Farbe schwedischen Falunrots, die dem Schloss heute etwas Unverwechselbares verleiht. Am Spycker See gelegen, umgibt das geschichtsträchtige Gebäude eine malerische Landschaft und viel Ruhe. Insgesamt bietet das Schloss heute 32 Zimmer, darunter Turmzimmer mit verspielten Erkern und Stuckdecken, Maisonette-Zimmer auf zwei Etagen oder ein Hochzeitszimmer.

www.schloss-spyker.de

Gutshaus Kubbelkow

Friedrich von Barnekow gab 1907 dem Rostocker Architekten Friedrich Wagner den Auftrag, ein Sommerhaus zu errichten. Es sollte ein Landhaus werden mit allem erdenklichen neuzeitlichen Komfort wie Warmwasserzentralheizung, elektrische Wasserversorgung und fließend warmes Wasser. Der Glanz vergangener Tage ist noch heute in dem beeindruckenden Gebäude zu spüren: in Räumen wie dem Kamin- oder Jagdzimmer, in denen herrschaftlich gespeist werden kann, wie auch in den großzügigen Zimmern mit Blick auf den Gutspark und hochwertigem Interieur, das die Geschichte des Hauses lebendig werden lässt.

www.kubbelkow.de

Mein Lieblingsplatz

Das Herrenhaus Bohlendorf gehört zu den ältesten Gutsanlagen auf Rügen. Im Jahr 1793 errichtet, liegt das Gutshaus inmitten eines ursprünglich barocken, im 19. Jahrhundert im englischen Stil umgestalteten Park, auf der Halbinsel Wittow. Im April 2018 wurde das Gutshaus nach umfassender Sanierung neu eröffnet. Die 18 modernen Zimmer und zwei Appartements mit Küchenzeile strahlen ursprüngliche Gemütlichkeit aus.

www.lieblingsplatz-hotels.de

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