Störtebeker-Festspiele 2016: „Auf Leben und Tod“, doch der Henker muss warten


Holger Vonberg ist gebürtiger und bekennender Rüganer. Sein Berufswunsch als Zweijähriger: „Urlauber Baabe“. Das hat nicht ganz geklappt. Ab 1991 war er als Journalist u. a. für den NDR, die OZ und den „Urlaubs-Lotsen“ auf der Insel unterwegs. Bis März... mehr

Die Tage sind gezählt: Am 18. Juni ist für viele Störtebeker-Fans endlich die Zeit der Piraten-Abstinenz vorbei. Dann ist Premiere der Störtebeker-Festspiele 2016 auf der Naturbühne Ralswiek am Großen Jasmunder Bodden. „Auf Leben und Tod“ heißt die neue Inszenierung. Erzählt wird eine weitere Geschichte aus dem Leben des legendären Piratenhauptmanns Klaus Störtebeker, der während der Hansezeit in der Nord- und Ostsee sein Unwesen trieb und diesmal als „Pendler“ zwischen der Marienburg, dem Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens, und Visby auf Gotland gut zu tun hat.

Das Bühnenbild (Visby auf der linken Seite) steckt wie in jedem Jahr voller Überraschungen, wenn die Geschosse der Kartaunen einschlagen, Mauerteile herabstürzen und sich wie von Geisterhand ganz neue Spielräume öffnen. Täuschend echt sieht auch das Gemäuer der Marienburg aus, die im Original bekanntlich der größte Backsteinbau Europas ist.

Ich habe noch das Lied des Balladensängers (Wolfgang „Lippi“ Lippert) im Ohr: „Ist es so gewesen, hast du es so erlebt, Gott ließ dich niemals alleine. Er hat dir seine Hand gereicht und du warst Gottes Freund. . .“ Die Geschichten sind wie immer erdacht, hätten sich vor dem historischen Hintergrund aber so oder ähnlich tatsächlich abgespielt haben können.

Als Gottes Freund und aller Welt Feind wird Störtebeker auch in diesem Jahr ein spannendes Abenteuer er- und überleben, denn erst im nächsten Jahr wartet der Richtbock auf ihn.

Und der Henker hat nun wirklich ganz viel mit Störti und den Puhdys gemein.
Beim Schreiben dieses Satzes sehe ich direkt die Fragezeichen in den Augen der Leser. Henker? Störti? Puhdys? Hier die Auflösung: Der Schlagzeuger der Puhdys hat den Vornamen Klaus wie Störtebeker. Und sein Nachname wird fast so geschrieben wie das Lieblingsarbeitsgerät des Henkers: Scharfschwerdt.

Klaus Scharfschwerdt schnupperte übrigens schon Störtebekers Bühnenluft und genoss die Atmosphäre vor ausverkauften Zuschauerrängen in Ralswiek. Das ist noch gar nicht so lange her. Es war am Sonnabend, dem 21. Mai 2016, als die DDR-Rocklegenden Puhdys, City und Karat zwischen Visby und der Marienburg das Publikum mit ihren Hits begeisterten.

Störtebeker-Festspiele 2016:

Für die Zuschauer wird das wieder einmal ein ganz besonderes Spektakel – allabendlich mit über 150 Mitwirkenden, 30 Pferden, vier Schiffen, mit beeindruckenden Spezialeffekten und waghalsigen Stunts, wie wir sie sonst aus Abenteuerfilmen auf der Leinwand im Kino sehen. Und natürlich gibt es wieder ein Feuerwerk, das jeden Theaterabend zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Es ist der vierte Teil einer fünfteiligen Serie um die Abenteuer des legendären Freibeuters Klaus Störtebeker und seiner Likedeeler. Störtebeker (Bastian Semm) versucht in diesem Jahr, die Festung Visby zu beschützen, denn Bedrohungen kommen von verschiedenen Seiten.

Und auch Goedeke Michels ist bedroht,
besser noch, dessen Freiheit, denn eine Hochzeit, wie im vergangenen Jahr schon angebahnt, steht ins Haus. Wird Goedeke (Andreas Euler) seine Fronica (Karin Hartmann) heiraten (müssen)?

Seit Anfang Mai laufen die Proben unter der Regie von Thomas Schendel. Als sich die Schauspieler nach ihrer Störtipause begegneten, war es wie ein Familientreffen. Doch jetzt wird hart geprobt und an den Stunts gefeilt. So viel hat der Intendant Peter Hick, dem die Inselexperten noch nachträglich zum 70. Geburtstag gratulieren, schon in einem Interview verraten: Die Idee von einem spektakulären Sturz wird umgesetzt. . .

Einfall, Freifall, Beifall!

 

Die Inselexperten drücken der Piratencrew die Daumen für eine erfolgreiche Saison 2016!

 

Karten für die Störtebeker-Festspiele 2016:

Unsere Touristinfo mit Ticketshop am Markt in Bergen hat werktags von 10 – 18 Uhr für Sie geöffnet.
Telefonisch erreichen Sie unsere Inselexperten zu folgenden Zeiten unter der
Hotline (0 38 38) 80 77 80
werktags 9 – 17 Uhr

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