Bundesstraße 96n auf Rügen : Staunen statt stauen?


Berichte von Einheimischen.

Wir setzen auf nachhaltige Angebote!

Am 8. Dezember 2015 wird der 14 Kilometer lange Neubau der Bundesstraße 96n auf Rügen von Scharpitz nach Samtens-Ost offiziell für den Verkehr freigegeben. Für Pendler, Berufskraftfahrer, Insulaner und Urlauber dürften damit die Staus am Bahnübergang und an der Ampel von Samtens Geschichte sein, denn die neue Straße führt nicht nur durch einen Tunnel und über etliche Brücken von Altefähr in Richtung Inselmitte, sondern auch kreuzungs- und ampelfrei an Rambin und Samtens vorbei. Für Reisende wird das eine Erleichterung sein, kommen sie doch von der Ostseeautobahn A 20, über den Zubringer und die neue Rügenbrücke künftig „flüssiger“ auf die Insel und wieder zurück. Bereits im kommenden Jahr soll an der dreispurigen Schnellstraße von Samtens in Richtung Bergen weiter gebaut werden, heißt es aus offiziellen Kreisen.

 

Wie weiter mit dem Verkehr auf Rügen?
Die Nachhaltigkeit spielt in der Tourismusbranche die größte Rolle. Schlüsselthemen sind deshalb unter anderem Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und der Bahn, die Kooperation von Partnern aus allen Bereichen, der Einsatz umweltfreundlicher Autos, Busse und Wegebahnen, der Ausbau des Strom-Tankstellennetzes und weitere nachhaltige touristische Angebote wie das Fahrtziel Natur:

www.bahn.de/natur/view/gebiet/jasmund_ruegen/ueb-jasmund-ruegen.shtml

www.ruegen.de/nachhaltigkeit

 

Foto: Kai-Georg Schlemper


FEEDBACK

ABO


4 Kommentare

  • hallo zusammen,

    hoffentlich war das jetzt auch die letzte große straße. sie mußte ja sein bei dem verkehr. aber schön ist es nicht. lieber den nahverkehr ausbauen und die fahrradwege sonst kommt bald die idee diese straße 8 spurig auszubahnen welches im sommer wahrlich notwenidg wird. mfg ralf wöller

  • Na prima, kommen und staunen – über eine neue breite, in Natur und Landschaft geschlagene Autopiste. Die Gäste erfreuen sich anscheinend mehr am schnellen An- und Abreisen, denn an der Natur auf der so oft gepriesenen „Natur-Insel“. Nun werden „Staus am Bahnübergang und an der Ampel von Samtens Geschichte sein“, warum sagt man nicht, dass es im nächsten Jahr damit weitergehen soll. Denn die Trasse soll ja dank des neuerlichen, ungebremsten Geldsegens für neue Straßen vom Bund im nächsten Jahr weitergebaut werden. Dann wird man bald wieder staunen können: über das 1,1 km lange, auf 10m Höhe geführte Brückenmonster vor Bergen, das u.a. den touristisch sicher nicht so bedeutsamen Turm der Marienkirche raumgreifend verdecken wird.
    Und die letzte große Straße soll es auch nicht sein, plant man doch schon die Südumfahrung von Bergen in Richtung Bäderküste. Aber: „Die Nachhaltigkeit spielt in der Tourismusbranche die größte Rolle.“

    • Hallo Frau Preller,
      besten Dank für Ihren Kommentar. Wir wissen um die Bredouille zwischen schneller Erreichbarkeit einer Urlaubsdestination (die mitunter einer der ausschlaggebenden Punkte für die Urlaubsentscheidung ist) und gleichzeitig avisierter Nachhaltigkeit einer Region, daher fördern und unterstützen wir das Thema Elektromobilität auf der Insel Rügen. Nachhaltiger Tourismus und nachhaltige Mobilität gehen in dieser Angelegenheit einher. Bestrebungen und Projekte laufen hierzu. In Kürze mehr.
      Beste Grüße,
      Gudrun Krueger

  • Tja, man kann es realistisch wie Herr Wöller sehen, oder eher (m.E.) verbittert wie Frau Preller; am Ausbau der B96 führte kein Weg vorbei. Oder ist es besser das romantische Inselidyll vom Stau aus zu bewundern?