Sellin ist reich, denn es liegt mitten in der Natur


Susanne Burmester lebt seit 1990 auf Rügen. Sie schreibt über Kunst und Künstler, für spannende touristische Imageprodukte und gerne über kulturelle Höhepunkte des Insellebens. Als Galeristin für zeitgenössische Kunst ist sie viel unterwegs. Das schärft den Blick für das Glück... mehr

Unterwegs zum Jagdschloss des Fürsten auf dem Tempelberg kann man die Kreuzeiche besuchen oder einen finnischen Krieger und vielleicht den einsamen Prinzen am sagenhaften Schwarzen See sehen.

Wahre Höhen und Tiefen erlebt, wer mit dem Fahrrad durch die Granitz fährt. Der Höhenrücken zwischen Sellin und Binz reicht bis an die Ostsee heran und ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Insel Rügen. Die Radroute führt über Wege mit guter Oberfläche, die teilweise sogar asphaltiert sind. Doch die Tour erfordert ein wenig sportlichen Ehrgeiz. Wanderer können auch den schmalen Weg entlang dem Hochufer nehmen und dazu direkt an der Seebrücke losmarschieren. Radfahrer finden ihren Weg in den Wald am Parkplatz an der evangelischen Kirche. Doch durch das wilde, milde Grün aus großen Buchen und uralten Traubeneichen führen europäischer Fernwanderweg und Radweg über dieselbe Strecke.

Viele große und kleine Ziele gilt es in diesem Teil des Biosphärenreservates Südost-Rügen anzusteuern.
Das Grabmal des finnischen Soldaten aus den napoleonischen Kriegen von 1806, die Kreuzeiche – und den Schwarzen See. Die knorrig verwachsene Eiche, die dort steht, soll ein verzauberter Prinz sein. Er trauert um sein einst im See versunkenes Schloss. Schon die „Frankenberge“ bei Sellin sind 85 m hoch, der „Tempelberg“ liegt sogar 108 m hoch. Hier erbaute Fürst Wilhelm Malte I. um 1840 sein Jagdschloss. Dies ist ein großes Ziel, denn wer den Turm mit offener Wendeltreppe besteigt, der kann die großartige Schönheit des Selliner Hügellandes überblicken.


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