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Tag:Segeln

Die Sonne strahlt an diesem Sonntagmorgen. Ich strahle auch, denn heute gehe ich Landratte auf meinen ersten Segeltörn. Ein bisschen den Wind um die Nase wehen lassen, die Insel Rügen von Seeseite aus erkunden. Das ist es, worauf ich mich freue. Melde mich beim Skipper der mich umgehend „einnordet“. Jetzt weiß ich, dass auf See nur der Wind pfeift und der Bootsmann. Dass Ungehorsam gegenüber dem Kapitän mit Hängen an der Rah und kleinere Vergehen mit Kielholen bestraft werden, ordne…

Es war noch zu DDR-Zeiten, als Catarina Klein das erste Mal zum Segeln auf den Bodden hinausgefahren ist.
„Ein Freund hat mich damals auf seinem Drachenboot mitgenommen.“ Nein, sie musste nicht zum rhythmischen Trommelschlag das Stechpaddel ins Wasser tauchen – wie bei den Drachenboot-Rennen nach asiatischem Vorbild.

Diese Regatta hat Tradition: Am Sonnabend, dem 18. Juni 2016, fällt um 13 Uhr der Startschuss für die nunmehr 43. Regatta „Rund Vilm“. Der Yachtclub Putbus e.V. lädt alle Skipper, Insulaner und Gäste ein, dabei zu sein, wenn die schnittigen Yachten ihre Wettfahrt um die malerische Naturschutzinsel Vilm starten.

Position 54 ° 17,5′ N, 13° 11,3′ E: Sie haben Ihr Ziel erreicht, den Naturhafen von Gustow im Süden von Rügen, gelegen in einer malerischen Bucht am südlichen Strelasund. Hier verneigen sich die Weiden vor dem Wasser.

Möwen schreien aufgeregt und laut im Hafen von Lauterbach. Fischer landen bedächtig ihre Hornhechte an. Und leise plätschern Wellen an den weißen Rumpf einer eleganten Segelyacht. Schon als ich den ersten Fuß auf das Deck der Segelyacht „Lyra“ setze, fühle ich mich wie zu Hause.

Dass ich einigermaßen seefest bin und ohne Bord-Koller auch mal zwei Wochen auf einer kleinen Segelyacht überstehe, weiß ich spätestens seit 1997. Damals hatte mein Onkel mich und meinen Bruder auf einen Törn durch die südliche Ostsee mitgenommen. Nach den knapp zwei Wochen konnte ich zwei oder drei verschiedene Knoten und wusste, was eine Großschot, der Baum, eine Patenthalse (unbedingt zu vermeiden!) und ein Fender sind.

in Segel-Special zu machen, so haben wir gedacht, geht nicht ohne selbst die Brise zu spüren, ohne vom Spritzwasser nass zu werden, ohne selbst Steuer oder Pinne zu halten. Was aber, wenn sich, wie bei der Autorin dieses Artikels, der Segelbezug darauf beschränkt se(e)hnsuchtsvoll auf der Mole zu stehen, den Blick aufs Wasser gerichtet, jeden Mittwoch das halb ernste, halb spaßige Treiben auf dem Dreieckskurs der Stralsunder Mittwochsregatta zu verfolgen und durch das geöffnete Fenster der hafennahen Wohnung bei Tag…

er sympathische Mann hinterm Schreibtisch ist Uwe Peplow, Segler und  von Beruf Jurist. Aus der Praxis berichtet er von einem Segeltrip mit Folgen vor Kap Arkona: Wind und versierter Segler holen alles aus dem Boot raus. Doch Wetter zieht auf – schlechte Sicht auf der Ostsee. Plötzlich ein großes Schiff – Krachen – die schicke Sportyacht wird beschädigt. Im Rechtsstreit wird klar, eine Fähre Richtung Sassnitz hat den Segler gerammt. Klage abgewiesen! Warum? Ohne Radarreflektor an Bord, war der Segler…

Plötzlich kentert der Katamaran. Fast, jedenfalls.Während der eine Rumpf im Wasser ist, drückt sich der andere weit heraus. Beinahe senkrecht rasen wir über den Bodden.

Sanft schlagen die Wellen an das Boot, der Wind trägt den Geruch von Ostsee und Ferne mit sich und kräuselt das grün-blauschwarze Wasser. Die Brise streichelt die Segel unseres Folkeboots, gemächlich rauscht es übers Wasser.