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Tag:Kraniche

Einmal im Jahr vergibt die Kulturstiftung Rügen einen Kultur- und einen Förderpreis. Damit werden besondere Leistungen von lokalen Kunstschaffenden oder bedeutende Kulturprojekte gewürdigt.
Der Kulturpreis geht in diesem Jahr postum an den Fotografen, Journalisten, Autor und Verleger Rico Nestmann.

Zwei mal im Jahr lohnt es sich zur Kranichbeobachtung in die schönsten Küstenregion Norddeutschlands zu fahren, wenn zigtausende Kraniche ihre Schlaf- und Futterplätze auf Rügen aufsuchen.

Indian Summer? „Rügian“ Summer! Was für ein Farbenrausch im Herbst: Die Buchenwälder in der Granitz oder im Nationalpark Jasmund (ein Teil davon ist sogar UNESCO-Weltnaturerbe) strahlen in den schönsten Tönen: Gelb-, Rot- und Orangefarben, eine Mischung wie aus dem Tuschkasten der Romantiker.

Die Insel Rügen legt in diesen Tagen ihr neues Gewand an – in leuchtend gelb-roten Farben. Das prächtige Kleid stammt aus der Modereihe „Indian Summer“. Im Nationalpark Jasmund, in der Granitz und in den Alleen werden die Baumkronen lichter und bunter. Doch ganz so still, wie Hugo von Hoffmannsthal es einst empfunden haben mag, ist es auf Rügen nicht.

Sie „trompeten“ mit ihrem Gesang den Herbst ein: Rund 70 000 Kraniche aus Skandinavien und Osteuropa nehmen auch in diesem Spätsommer Kurs auf die großen und sicheren Rast- und Schlafplätze im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns. Seit Jahrhunderten ist dieses Schauspiel zwischen Rügen und Fischland-Darß-Zingst zu erleben.

Die Nationalparkregion „Vorpommersche Boddenlandschaft“, zu der auch Rügens Schwesterinsel Ummanz gehört, ist die zentrale Drehscheibe für den Kranichzug. Jedes Jahr im Herbst legen die grauen Großvögel in der Rügen-Bock-Region nach langem Flug von den Brutgebieten in die Winterquartiere hier eine Rast ein.