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Tag:Fischer

De Hiering kümmt!“ Wenn dieser Ruf durch das Fischerdorf Vitt hallte, da gab es für die Fischer einst kein Halten: Rein die Boote, hin zu den prall gefüllten Netzen.
Wenn die Tage zwischen Wintersonnenwende und Frühling wieder länger werden, schwärmen die Heringe in unsere Küstengewässer, um hier ihre Fortpflanzung zu feiern. Dass viele Silberlinge später im Netz landen, ärgert die Tierwelt, nicht aber die Fischer, Gastronomen und Freunde leckerer Heringsspezialitäten.

Die Ersten Rügener Fisch(er)tage sind Geschichte. In 35 Rügener Restaurants konnten Rügener Fischgerichte genossen werden und gleichzeitig wurde über die Fischer, Ihre arbeit, Ihre Netze und Fangmethoden informiert.

Fisch ist Gaumenfreunde und regionale Spezialität. Wenn das kein Grund zum Feiern wäre. Darum lädt die Insel auch vom 23. April bis 8. Mai zu den Rügener Fisch(er)tagen ein, denn jetzt ist Heringszeit.

Veranda mit Aussicht – wer wünscht sich nicht, nach der Arbeit den Blick über den See gleiten zu lassen, bis er an einem zinnenbewehrten Märchenschloss im fernen Hügelwald hängen bleibt? Fischer Martin Liedtke kann das haben, denn seine Räucherbude steht direkt am Neuensiener See.

„Die Fischer, sie gehören zur Insel“, erzählt die Fotokünstlerin Iwona Knorr. „Über Jahrhunderte haben sie die Geschichte geprägt, doch ihre Zukunft ist ungewiss. Ich habe mir Zeit genommen, mich auf sie einzulassen.“ Iwona Knorr hat auf der Insel die Strand- und Küstenfischer mit ihrer Kamera begleitet. Auf Mönchgut fing sie beeindruckende Szenen ihrer schweren und traditionellen Arbeit ein.

Dranske. Ein Mann, ein Kutter, eine Geschichte. Eisiger Ostwind treibt Schneeflocken waagerecht über die Felder. Winter auf Wittow. Ich sitze mit Jürgen Krieger in seiner Garage. Er erneuert hier Heringsnetze und knotet ein feines, dunkelblaues Netz an die Floatleine.

Was haben Rügen und Monaco gemeinsam? Richtig, die vielen Sonnenstunden.
Und was noch? Genau – den Fürstlichen Yachtclub. Yachtclub? Auch noch Fürstlich? Klingt merkwürdig, aber genau so ist es: Auch Deutschlands größte Insel fährt unter adligen Segeln.