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Tag:Architektur

Nicht nur Pfefferkuchenhäuser sind aus Backwerk – auf Rügen und Hiddensee findet man noch viele der traditionellen Backsteinhäuser. Ursprünglich wurden auf einem Feldsteinsockel mit einem Fundament aus Granitstein-Findlingen und gestampften Lehm die Häuser mit handgeformten getrockneten oder auch gebrannten Lehmsteinen erreichtet.

Immer mehr Freunde zeitgemäßer Architektur finden in Stralsund und auf Rügen interessante Objekte, die eine Reise an die Ostsee lohnen. Die Rügener Bauten des Ingenieurs Ulrich Müthers gehören spätestens seit dem Abriss des denkmalgeschützten „Ahornblattes“ in Berlin im Jahre 2000 zu den international anerkannten Bauwerken der Moderne.

Flankiert von den weitläufigen Waldgebieten der Schmalen Heide und der Granitz, schmiegt sich das Ostseebad Binz im Westen an das schilfumsäumte Ufer des Schmachter Sees, während er im Osten der Ostsee zugewandt ist. Es ist das größte Ostseebad der Insel Rügen und liegt an einer ihrer zauberhaftesten Buchten, der Prorer Wiek. Binz bietet auch fast 2.000 Sonnenstunden jährlich, ein wohltuendes, mildes Reizklima und einen langen feinsandigen Strand.

Am 21. 7. 2014 wäre der Binzer Landbaumeister und Hyparschalenspezialist Ulrich Müther 80 Jahre alt geworden.

Seine filigranen Beton-Bauwerke haben deutsche Architekturgeschichte mitgeschrieben: Der Tee-Pott in Warnemünde trägt Ulrich Müthers Handschrift, die Ostseeperle in Glowe, das trichterförmige Dach der Schwimmhalle im Cliff-Hotel Sellin, das „Ufo in den Dünen“ (der Rettungsturm in Binz), Rad- und Bobbahnen, Planetarien und Kirchen.