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Tag:Altenkirchen

Auf dem nördlichsten Teil der Insel Rügen können zahlreiche archäologische Funde erkundet werden. Dazu gehören imposante Großsteingräber, Burgwälle, Reliefsteine oder Hügelgräber.

Der „Kirchen- und Musiksommer Nordrügen“ stand im vergangenen Jahr ganz im Zeichen der 700-Jahrfeier von Altenkirchen und des 25. Jahrestages „Friedliche Revolution“ von 1989. Zahlreiche Veranstaltungen gab es dazu: Gottesdienste, Vorträge, Lesungen und Diskussionen. Zu schade, wenn diese Begegnungen mit Theologen, Politikern, Philosophen und Schriftstellern nur Momentaufnahmen gewesen wären.

Die malerischen Backsteinkirchen der Insel Rügen laden auch diesen Sommer wieder zu außergewöhnlichen Konzerten ein: im romantischen Ambiente der historischen Gemäuer mit der besonderen Akustik kann man ausgesuchte Musikstücke genießen.

Farben-mächtige Bilder, die Rügens Schönheiten zeigen, abstrakte Sichten hinter verträumt-verspielten Schleiern aus Blattgold, vergoldete Styropor-Skulpturen als Muster für spätere Arbeiten in Metall. Das ist die Handschrift einer Restauratorin, einer Diplom-Designerin, einer Schmuckgestalterin.

Wer etwas mehr über den slawischen Stamm der Ranen und ihre Bekehrung zum christlichen Glauben erfahren möchte, der kann nach Kap Arkona fahren. Denn dort erstürmten die Dänen 1168 das Heiligtum des Stammes, die Tempelburg und rissen das Standbild des viergesichtigen Heiligen „Swantevit“ nieder.

Das Kosegartenhaus in Altenkirchen beherbergt seit wenigen Tagen eine wunderbare Dauerausstellung zum Leben und Wirken des Dichterpfarrers Ludwig Gotthard Kosegarten (1758-1818). Zu den Freunden dieses Romantikers gehörten u. a. Friedrich Schleiermacher, Caspar David Friedrich, Wilhelm von Humboldt oder Johann Jacob Grümbke.

Stühlerücken und Bänkeschleppen war angesagt am Mittwochabend in der Kirche zu Altenkirchen kurz vor 20 Uhr. So viele Rüganer und Urlauber wollten Günter Grass live erleben. Während Pfarrer Christian Ohm mit seinem Auto den Literaturnobelpreisträger und dessen Frau Ute aus Juliusruh abholte, wurden in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche die Kerzen angezündet.

Rügen ist in Jubiläumslaune: Ganz viele Orte feiern in diesem Jahr ihre urkundliche Ersterwähnung. Vor 700 Jahren tauchten u.a. Thesenvitz, Lietzow und die Wittower Dörfer Altenkirchen, Breege, Dranske, Wiek, Putgarten und auch kleinere Gehöfte und Siedlungen in einer Steuerliste auf. Der Ritter von Braunschweig hatte im Jahre 1314 nämlich im Auftrag des Herzogs Wartislaw II. die so genannte Hakenhufensteuer erhoben und eine entsprechende Liste angefertigt. Eine Hakenhufe entsprach in etwa 3,75 Hektar. 12 Schillinge mussten dafür entrichtet werden. Das ist…