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Author: Uwe Hinz

Das königlich preußische Amtsgericht besticht durch seine symbolische Architektur und die typischen Klinkersteine. Die Fassade prägen besonders zwei Bauelemente.

Der Spruch „Friede ernährt – Unfriede verzehrt“steht seit 1903 in Holz gemeißelt und von Eichenlaub umkränzt über dem Eingangsportal des Amtsgerichts zu Bergen auf Rügen.
 Zwei erhabene Gebäude sind für die rügensche und Rechtsgeschichte der Stadt Bergen von Bedeutung.

Ernst Moritz Arndt stand für eine Zeit der Widersprüche, des Fortschritts und des feudalen Denkens. Wir müssen Arndt heute als Kind des 19. Jahrhunderts sehen und da war er ein Patriot in Wort und Tat, jedoch behaftet mit den Insignien seiner Zeit.

Sein Vater Ludwig Nikolaus Arndt wurde am 28. März 1769 aus der Leibeigenschaft des Fürsten zu Putbus entlassen und als Gutsinspektor eingesetzt. Ernst Moritz` Kindheit auf Gut Löbnitz bei Barth (1787 – 1805) beschrieb er später als, nun recht nett und behaglich.

Wie selbstverständlich nehmen wir heute die Denkstätten unserer Urväter in Anspruch ohne uns über den Sinn und die Bedeutung der Bauwerke Gedanken zu machen.
Eines der bedeutenden Wahrzeichen der Stadt Bergen auf Rügen ist der 1877 eingeweihte Ernst–Moritz–Arndt–Turm.

Der Hafen von Bergen lag ca 3 km in Richtung Kleiner Jasmunder Bodden. Ein heutiger Fußweg von Bergen nach Bootstelle lässt die Entfernung gut nachvollziehen mit den topographischen Besonderheiten.

Stets erstaunt sind Besucher von Bergen, wenn ich sie während meiner historischen Stadtführungen an der oberen Wasserstraße mit dem einstigen Hafen von Bergen konfrontiere.

Fahren wir heute bequem aus Bergen kommend über den Damm, dann sehen wir auf bewaldeter Höhe ein kleines, weiß getünchtes Schlösschen liegen mit weit sichtbar markantem Turm.
Dieses mittelalterlich anmutende Schlösschen wurde allerding erst zwischen 1892 und 1893 im Auftrag des Eisenbahningenieur Bopp erbaut.

Bergen – die Inselhauptstadt auf der Insel Rügen empfängt SIE mit offenen Armen und Herzlichkeit. Nun hat jede Stadt ihr eigenes Flair und das muss jeder für sich entdecken. Vielleicht darf ich Ihnen dabei ein wenig behilflich sein.

Versteckt im Waldgebiet Rugard bei Bergen liegt ein Sagenstein, auf dem ein Schuhabdruck und ein Peitschenhieb zu sehen ist. Die Geschichte dazu erfahren Sie hier…