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Schwimmend von Seebad zu Seebad

Sie ist klein und zierlich und steckt voller Energie: die Diplomgartenbauingenieurin und Sportfreundin Irene Malenke. Seit 1993 arbeitet sie in der Verwaltung auf Rügen.
Schon als Kind tauchte sie ein in die Welt des Schwimmsports, wollte Wellen schlagen und Medaillen gewinnen wie Kornelia Ender und Roland Matthes. Bis zur vierten Klasse war sie Schwimmerin im Leistungszentrum der Armeesportgemeinschaft Dresden. Wegen zu geringer Körpergröße wurde sie zur Kinder- und Jugendsportschule nicht zugelassen.
Das Laufen, Schwimmen und das Rennradfahren stand bei ihr aber weiter auf dem Programm. „Das ist mein Bewegungsdrang, für mich Entspannung und Ausgleich zur Arbeit im Büro“, sagt sie und zieht zum Fotoshooting Anfang Februar ihren Neoprenanzug an.
Barfuß posiert sie am Strand, stürzt sich bei 2 Grad Luft- und Wassertemperatur an der Selliner Seebrücke in die Brandung. „Eisschwimmen wäre nichts für mich“, lacht sie über diese frostige Erfahrung und erzählt von anderen Sportfreunden, die ohne Neo Langstrecken im Winter absolvieren. „Das kann man tatsächlich trainieren. Ich würde dieses Training aber aus zeitlichen Gründen gar nicht schaffen.“
Im Winter zählt sie kraulend Kacheln in der Stralsunder Schwimmhalle und bereitet sich so auf die Großveranstaltungen im Sommer vor: auf das Inselschwimmen zwischen Rügen und Hiddensee, das Sundschwimmen von Altefähr nach Stralsund, das Müggelseeschwimmen und die Langstreckenrennen in der Müritz, im Kummerower oder Neuruppiner See.
„Wir vom PSV Stralsund, wo ich im Schwimmverein organisiert bin, sind ein eingeschworenes Team“, sagt sie und trinkt nach dem frostigen, aber sehr erfolgreichen Foto-Shooting heißen Tee.
Auch in Kroatien und bei der Masters-EM in Frankreich und Stockholm war sie auf der Langstrecke im Freiwasser unterwegs. Und jeden Sommer kommen Schwimmfreunde aus Berlin und Großbritannien zu ihr nach Rügen. „Wir haben hier tolle Bedingungen, sauberes Wasser und kilometerlange Sandstrände“, schwärmt sie und verrät, dass sie einmal im Jahr und bei guten Wetterbedingungen mit Sportfreund Ole ein privates Langstreckenschwimmen über fünf bis sechs Kilometer absolviert, meistens im August „Dann geht es von Göhren nach Sellin. Die Rettungsschwimmer in den Badeorten wissen Bescheid und behalten uns im Auge. Unsere bunten Leuchtmützen und die kleine Boje, die ich am Band hinterherziehe, sind ja mit dem Fernglas gut zu sehen. Und wir schwimmen natürlich ohne Neopren. Das ist für uns einfach eine Frage der Ehre.“ Fünf Kilometer krault sie in etwa anderthalb Stunden. „Wenn mir kalt wird, mache ich mir warme Gedanken. Wie heute.“
Sportfreundin Irene ist auch im Laufteam Rügen aktiv und schon einmal in der Staffel beim Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen als Schwimmerin und Läuferin gestartet. „Diese Atmosphäre musst du einfach mal erlebt haben.“
Im September 2017 wird sie wieder als Schwimmerin Teil einer Staffel beim IRONMAN 70.3 in Binz sein, diesmal in einer Damenstaffel von der Insel Rügen. 

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Irene

Ich bin Irene Malenke, Jahrgang 1960, und wohne in Thesenvitz. Zur Arbeit fahre ich fast jeden Tag mit dem Rad, doch das Schwimmen ist meine ganz große Leidenschaft. Drei bis zehn Kilometer im Freiwasser auch an Rügens Küste zu schwimmen, das ist meine Welt.

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