Kunstausstellung „Dreimal Deutschland und zurück“


Kunstausstellung „Dreimal Deutschland und zurück“
Gudrun Krueger, Jahrgang 1982, kommt aus Greifswald und studierte in Stralsund. Nach ihrem Studienabschluss ging sie 2007 nach Dänemark, und kehrte drei Jahre später nach Deutschland zurück. Erneute drei Jahre später fing sie bei der Tourismuszentrale Rügen an, in der... mehr

Der Kunstraum Wasserwerk in Glowe ist von einem Geheimtipp zu einem Muss für Kunstinteressierte,
Schmuck- und Porzellanliebhaber geworden. In themenzentrierten Ausstellungen sind bildnerische und skulpturelle Arbeiten namhafter Künstler zu finden. So hat seit Jahren auch Armin Mueller-Stahl dort seinen Platz gefunden. Nun veranstaltet der Kunstraum Wasserwerk in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Prora eine große Armin Mueller-Stahl Ausstellung.

Seit 2004 dokumentiert das Dokumentationszentrum Prora die Dauerausstellung MACHTUrlaub. Hier wird die Bau- und Nutzungsgeschichte der Anlage, auch und gerade in Bezug auf das „KdF-Programm“ (Kraft durch Freude), welches hier in Prora seine Bestimmung finden sollte, dargestellt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Arbeits- und Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“. Das ehemalige KdF-Bad ist unter dem Titel der >Koloss von Rügen< bekannt. Es sollte 20000 Urlaubern Platz bieten und ist als Gesamtanlage nie fertig gestellt worden. Nach dem Krieg war vorerst die sowjetische Armee in den Gebäuden. Die NVA nutzte den monströsen, kasernengleichen Gebäudekomplex als Ausbildungsstädte. Nach der Wende wurde der Komplex von Künstlern "besetzt" und beherbergt(e) eine Jugendherberge, Museen und Bildungsinstitute, um schließlich an Investoren verkauft zu werden, die jetzt den Großteil der Anlage zu Eigentumswohnungen umwandeln. Die gesamte Anlage ist denkmalgeschützt. Ein Denkmal sollte möglichst von allen Sozial- und Gesellschaftsschichten beachtet und besucht werden. Wird es nicht auf breiter Front akzeptiert, ist es letztendlich tote Vergangenheit. Um den Stellenwert einer solchen Dokumentationsstätte zu erhalten, zu erhöhen, und um sie auch in Zukunft und für die Jugend interessant und als wichtig zu etablieren, müssen neue Wege gegangen werden. Mit einer Ausstellung, die das bildkünstlerische Werk des bekannten Schauspielers Armin Mueller-Stahl präsentiert, soll dieser Weg ein möglichst breites Publikum ansprechen. Wie das ehemalige KdF-Bad hat jeder Mensch im Laufe seines Seins einen Wandel erlebt. So auch der bekannte Künstler Armin Mueller-Stahl. Der in den 30er Jahren Geborene hatte zuerst Konzertgeiger studiert, bevor er sich der Schauspielerei versprach - hatte in der DDR Erfolg und musste, nachdem er die DDR verlassen hatte, in der BRD neu anfangen. Startete erneut - schon sechzigjährig - auch in den USA durch. Er lebt und arbeitet in der Nähe von Lübeck und Los Angeles. Mit dieser Ausstellung unter dem Titel „Dreimal Deutschland und zurück“ soll nicht nur sein bildkünstlerisches Werk dargestellt werden. Die Ausstellung soll, wie auch das ehemalige KdF-Bad, als ein Zeugnis für den Wandel stehen. Die Ausstellungsinhalte zeigen ca. 300 Arbeiten, u.a. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Farbradierungen und Aquatinta, Lithographien, Giclées sowie vieles mehr. Die Ausstellung wird am 30. April um 15 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Die regulären Öffnungszeiten sind wie folgt: 01. Mai bis 6. Juni 2017 - täglich von 10 bis 19 Uhr.


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