Insel Rügen | Das Online-Magazin der Insel Rügen.
Erinnert Ihr Euch an den Urlaub im vergangenen Jahr? Die Inselexperten möchten Euch einen kleinen Vorgeschmack auf den Rügen-Sommer 2017 geben. So oder ähnlich könnten sie aussehen – die Inselferien in Familie:

Buddeleimer, Sandförmchen und Schaufel? Ja! Drachen, Schwimmreifen, Malbücher und Buntstifte? Eingepackt! Teddy, Lieblingspuppe, Taschentuch, Kuschelkissen und Schummerlichtlampe? Verstaut! Badezeug, Würfelspiel, Sonnencreme, Pflaster, Basecap, Stirnlampe, Knusperzeug und Brauseflasche? Im Rucksack. Pippi-Langstrumpf-CD und Spucktüte? Griffbereit. Tim und Tine? Anwesend und angeschnallt! Tür zu, los geht’s. Wir haben unser Auto nicht tieferlegen lassen. Wir fahren mit den Kindern in den Urlaub. Nach Rügen.

Für unseren zweiwöchigen Urlaub haben wir uns ein familienfreundliches Quartier im Biosphärenreservat Südost-Rügen ausgesucht, ein Quartier in Moritzdorf. Und so entdecken wir auf den Kopfkissen gleich den Kinderreiseführer der Inselexperten, der uns hilft, die zwei Ferienwochen auf Rügen sinnvoll zu verplanen.

 

 

hv-Kinderreisefuehrer

 

Die ersten zwei Tage? Natürlich: Ab an den Strand, Burgen bauen, rein in die Wellen, raus aus dem Wasser, Muscheln sammeln, den Drachen fliegen lassen, Hühnergötter suchen. Tim (8) und Tine (10) wissen, wie die Hühnergötter aussehen müssen, „Stein mit Loch, find ich doch“, hüpft Tim durch den Sand.

Am Tag 3 starten wir zu einer Radtour, die mit dem ersten großen Abenteuer beginnt. Wir steigen in ein Boot und machen eine „Seereise“ auf der kürzesten Ruder-Fährlinie der Welt von Moritzdorf nach Baabe. Und unsere Fahrräder sind mit an Bord. Die Zeit reicht gerade einmal für drei, vier Fotos von unseren kleine Piraten Tine und Tim. Dann legen wir schon wieder an. Jetzt sind wir auf dem Gut der Mönche und fahren zu einem winzigen Kleinbahnhof. Der heißt Philippshagen. Hier wird gleich der Rasende Roland angeschnauft kommen, Rügens Kleinbahn, die uns mit Tempo 30 über Sellin und durch die Granitz nach Binz fährt. Tim und Tine kommen aus dem Staunen nicht heraus. Der Waggon, in dem wir sitzen, hat kein Dach. Ein Cabrio auf Schienen. Wir bleiben sitzen, staunen weiter und steigen erst in Posewald wieder aus.

Von dort radeln wir gemächlich durch die Allee bis nach Putbus und von dort nach Lauterbach, wo wir zur nächsten Seereise starten. Mit dem Schiff geht es zurück nach Baabe und mit der Ruderfähre zu unserem Quartier. Ziel erreicht. Unsere Kinder haben heute nicht ein einziges Mal gemurrt – und sind sofort eingeschlafen. . .

Am nächsten Tag sind wir mit dem Bus und der Kurkarte und damit kostenfrei nach Thiessow gefahren. Die Leute vom Nahverkehr, der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) und vom Biosphärenreservat Südost-Rügen haben sich das ausgedacht und locken so die Leute in den Bus. Das Auto bleibt stehen. Ein tolles Angebot. Bus frei!

Wir waren auch in den Großen Banzelvitzer Bergen und haben den Walderlebnispfad erkundet, entdeckten die legendären Feuersteinfelder in der Nähe von Prora. Wir haben auf der Halbinsel Wittow zum ersten Mal das Stehpaddeln ausprobiert, sind am Bergener Rugard (im Sommer!!!) Schlitten gefahren, haben in Göhren Dünengolf gespielt und uns auf einem Bauernhof im Westen der Insel noch einmal Fahrräder ausgeliehen und die Insel Ummanz „erfahren“. Na klar – und baden waren wir natürlich auch fast jeden Tag.

 

hv Beim Baden

 

Zwei Wochen vergehen schnell auf Rügen. Der Urlaub: vorbei. Sandförmchen und Schaufel müssen wir beim Buddeln am Strand irgendwie „versandelt“ haben. Mehr Platz im Auto ist trotzdem nicht. Im Rucksack: der Kinderreiseführer von den Inselexperten im Format A 4, die Junior-Ranger-Entdeckerhefte vom Nationalpark Jasmund und vom Biosphärenreservat Südost-Rügen und die Bügelbilder mit dem Seeadler drauf, zehn Hühnergötter, fünf Bernsteine, ein Kreidemännchen für Oma, drei Donnerkeile, vier Möwenfedern und jede Menge Treibholz zum Basteln für Opa. Spucktüte? Griffbereit. Tim und Tine? Anwesend und angeschnallt! Tür zu, los geht’s. Wir haben unser Auto nicht tieferlegen lassen. Wir waren auf Rügen und kommen mit den Kindern aus dem Urlaub – und bald wieder zurück in den Norden.

 

 

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Holger Vonberg

Holger Vonberg ist gebürtiger und bekennender Rüganer. Sein Berufswunsch als Zweijähriger: „Urlauber Baabe“. Das hat nicht ganz geklappt. Ab 1991 war er als Journalist u. a. für den NDR, die OZ und den „Urlaubs-Lotsen“ auf der Insel unterwegs. Jetzt gehört er als Inselexperte zur festen Besatzung der Tourismuszentrale Rügen. Er lebt mit seiner Frau auf Wittow und hat zwei erwachsene Kinder.

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