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Wenn der Wind lange genug bläst und den Meeresboden aufwirbelt, dann könnt ihr am Strand Bernsteine finden. Das ist das Harz von uralten versunkenen Nadelwäldern. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat ein Hund am Südstrand unterhalb vom Cliff-Hotel einen Bernstein gefunden, der so groß wie eure Hand war. Einen noch größeren Bernstein könnt ihr im Bernsteinmuseum an der Ecke Wilhelmstraße/Granitzer Straße sehen. Der größte Bernstein dort ist so groß wie ein kleines Mischbrot und bringt 1686 Gramm auf die Waage. Ich kenne keinen größeren auf der Insel. Hier seht ihr, was man alles aus Bernstein machen kann, Schmuck zum Beispiel oder kleine Tierchen, Bernsteine mit Insekten und eine Kopie der Bernsteinkrone. Das Original befindet sich in der Kurverwaltung Göhren. Alle zwei Jahre wird auf Rügen die Deutsche Bernsteinkönigin gewählt. Wenn sich irgendwo in Deutschland Königinnen treffen, ist die schöne, kluge Bernsteinkönigin meistens mit dabei. Auch auf Messen ist sie vertreten. Dort erzählt sie allen, wie schön es auf der Insel Rügen ist.

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So könnt ihr Bernstein sicher erkennen!

Draufbeißen: Schnell merkt ihr, ob ihr auf einen weichen Bernstein oder einen harten Kieselstein beißt.
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Die Salzwasserprobe: Bernstein schwimmt im Salzwasser oben. In ein Glas mit 0,25 Liter Leitungswasser zwei Esslöffel Kochsalz geben. Bleibt euer Stein an der Wasseroberfläche, ist es Bernstein. Andere Steine sinken langsam zu Boden.

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Eine andere, nicht zu empfehlende Methode ist die Feuerprobe: Man kann ihn mit einem Streichholz oder Feuerzeug anzünden. Denn Bernstein brennt. Daher auch sein Name. Brennen heißt im Niederdeutschen „Börnen“, Börnsteen ist also gleich Bernstein.

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Willst du mit mir fliegen, Pilz?
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Janet Lindemann

Seit 2004 arbeitet Janet Lindemann als Freie Journalistin auf der Insel Rügen. Sie interessiert sich besonders für die Themen Kultur, Natur, Tourismus und Reisen. Ihre Text- und Bildbeiträge erscheinen unter anderem im Sommer-Magazin der Ostsee-Zeitung, dem Magazin für schlaue Eltern Warum! oder in DAS MAGAZIN.

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