Emotional und authentisch: Wanderausstellung „52 Gesichter der Insel Rügen“ in Berlin


Berichte von Einheimischen.

Es muss schon ein wichtiger Termin sein, wenn Rüganer nach Berlin fahren, um sich dort mitten im September bei 32 Grad Großstadttemperatur am Abend freiwillig aufzuhalten. „Liebst du auch den rauen Wind, der so schon von vorne bläst, magst du die Menschen die hier sind, so ehrlich und echt, so rau wie der Wind. . .“

Mit diesem Lied von Dirk Busch stimmte der Musiker Hans Peter Spychala aus Sagard In den Ministergärten unweit des Potsdamer Platzes auf eine Vernissage ein, denn in der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern beim Bund wurde am Montag die Wanderausstellung „52 Gesichter der Insel Rügen“ eröffnet.

„Hier gibt’s noch Menschen, die sich mögen, die ganz einfach Freunde sind, die nicht stundenlang reden und erklären weshalb, wieso. Hier gibt’s noch Menschen, die sich helfen, ohne Denken an Gewinn. Sie sind einfach da, weil sie deine Freunde sind…“

Dass der Musiker an diesem Abend auf den ehemaligen Keyboarder von Dirk Busch treffen sollte, war reiner Zufall, für beide eine große Überraschung und an dieser Stelle nur am Rande erwähnt.

Mehr als 140 Gäste waren der Einladung der Bevollmächtigten des Landes beim Bund, Staatssekretärin Dr. Pirko Kristin Zinnow, gefolgt, unter ihnen Rügens Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner.

Sie und die Bundestagsabgeordnete Sonja Steffens hatten angeregt, die Ausstellung nach Berlin zu holen. Unter den Gästen: Journalisten, Künstler, Mitarbeiter weiterer Landesvertretungen und der Ummanzer Bürgermeister Holger Kliewe. Er war extra wegen der Ausstellung von der Insel nach Berlin gefahren, weil er sie auf Rügen aus Termingründen nicht besuchen konnte.

„Rügen ist bekannt für die Steilküsten, die weiten Kreidefelsen, Sandstrände und die herrliche Natur“, so Staatssekretärin Dr. Zinnow. „Doch was macht den ,echten Rüganer´ eigentlich aus? Wo kommt er er her und wo will er hin?“ 52 Antworten gebe diese multimediale Ausstellung mit Fotos, Videos, Ton und Texten, initiiert von der Tourismuszentrale Rügen, unterstützt vom Tourismusverband der Insel, entstanden zum Jubiläum „25 Jahre Deutsche Einheit“, ein Projekt, umgesetzt von Christiane Burwitz (Ton/Foto), Stefan Pocha (Video) und Holger Vonberg, (Redaktion/Text).

„Ausstellungen zur friedlichen Revolution und zur Deutschen Einheit gab es im letzten Jahr viele. Diese hier ist anders“, sagte die Staatssekretärin. „Diese Ausstellung verdient es – unabhängig von Gedenk- und Jahrestagen – gezeigt zu werden.“

Das unterstrich auch Prof. Dr. Hans Robert Metelmann mit seinem Eintrag ins Gästebuch. Er war von 2002 bis 2006 parteiloser Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern und wünscht sich, dass die Inhalte dieser Ausstellung als Zeitdokumente auch an den Schulen des Landes Aufmerksamkeit finden mögen.

Moderiert wurde die Vernissage von Kai Gardeja, Geschäftsführer der Tourismuszentrale Rügen.

Er hatte drei der Protagonisten an seiner Seite, die Diplom-Medizinerin Antje Coordt, den Künstler Walter G. Goes und den Musiker Hans-Peter Spychala. Auf der Bühne und in sehr persönlichen Gesprächen standen die Macher des Projekts und die Porträtierten Rüganer den Besuchern der Vernissage Rede und Antwort. Walter G. Goes ließ es sich nicht nehmen, die erste Besucherin der Ausstellung im Gästebuch mit flinker Feder zu porträtieren, so, wie er es in seinen OZ-Kolumnen „so gesehen“ seit Jahren zu halten pflegt.

Bis zum 23. September ist die Ausstellung in der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern In den Ministergärten Berlin-Mitte immer montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: www.wirsindinsel.de/25jahre

 

 

Info zur Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern:

 

Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Dr. Pirko Kristin Zinnow, nimmt die Interessen des Landes Mecklenburg-Vorpommern gegenüber dem Bund und den Ländern wahr. Unterstützt wird sie von ihren 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie „netzwerken“ und pflegen Kontakte zu Parlamentariern, Vertretern von Bundesregierung, Botschaften, Verbänden, Kirchen, Journalisten und sonstigen wichtigen Entscheidungsträgern in der Bundeshauptstadt.

 

 


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