Ausstellung: „Emil Orlik – Ein Künstler der Moderne“ in Kloster auf Hiddensee


Ausstellung: „Emil Orlik – Ein Künstler der Moderne“ in Kloster auf Hiddensee
Berichte von Einheimischen.

Vernissage:   31. August 2016 19:00

 

Der Kunstverein Hiddensee präsentiert vom 1. bis 17. September 2016 die Ausstellung „Emil Orlik – Ein Künstler der Moderne“ in der Galerie am Torbogen in Kloster auf Hiddensee. Geöffnet ist sie täglich von 13 bis 17 Uhr.

Emil Orliks Leben ist durch Reisen geprägt. Neben vielen Reisen in Europa stechen seine Reisen nach Asien und hier insbesondere nach Japan hervor. Diese Ausstellung macht nun den Bogen von seinen großen graphischen Japan-Themen zu den beschaulichen Lithographien auf Hiddensee. Der Hiddensee-Freund mag so manche Windflüchter-Kiefer im japanischen Kontext entdecken!

Anders als die Künstler des „Japonisme“ in Frankreich, die nur anhand der in Europa kursierenden japanischen Holzschnitte sich bildeten, lebte Orlik mehrere Monate in Japan und lernte dort die „japanspecifischen“ Techniken der Farbholzschnitte , Radierungen und Tuschzeichnungen kennen. Menschen im Alltag, Künstler, Landschaften prägen seine japanischen Blätter.

Orlik kam Dank Gerhart Hauptmann ab 1910 nach Hiddensee.

Beide hatten sich schon in den neunziger Jahren kennengerlernt und Orlik hatte mit dem Plakat für Lesungen von Hauptmanns „Die Weber“ das erste Sozialplakat 1897 geschaffen. Der Kontakt zu Orlik führte zu vielen Porträts Hauptmanns – ob als Zeichnung, Radierung oder Lithographie. 1920 erschienen zwei lithorgraphische Mappen „Gerhart Hauptmanns Bildnis“ und „Erinnerung an Hiddensee“.

Orlik wurde nach seinem Umzug nach Berlin zu einem der erfolgreichsten Porträtisten des Berlins der Zwanziger Jahre:

Ernst Barlach, Lovis Corinth, Otto Dix, Käthe Kollwitz, Max Slevogt, Franz Werfel, Rudolf Steiner, Thomas Mann, Albert Einstein, Franz Marc und Alfred Döblin zählten – neben Gerhart Hauptmann – zu seinen „Kunden“.

Großer Dank geht an das Gerhart-Hauptmann-Haus und an die privaten Sammler, die mit ihren Leihgaben die Ausstellung ermöglicht haben. Der Kirchengemeinde Hiddensee sei gedankt, daß sie ihre Galerie zur Verfügung gestellt hat.

 

Der Kunstverein Hiddensee wurde 2010 mit der Absicht gegründet, der Begegnung von Kunst, Geistes- und Naturwissenschaften auf der Insel Hiddensee ein Podium zu bieten. Dazu findet jährlich das „Hiddenseer Äquinoktium“ mit namhaften Referenten zu ausgesuchten Themen wie „Reformbewegungen um 1900“ und „Bild und Betrachter“ statt. In diesem Jahr ist das Thema des Äquinoktiums „Emil Orlik – der Künstler als Zeitzeuge“

www.kunstvereinhiddensee.de

Ansprechpartner:

Kunstverein Hiddensee: Dr. Christiane Wolff 0171-4139467; info@kunstverein-hiddensee.de

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