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20 freiwillige Helfer vom Radsportverein Rund Rügen e.V. beim 3. Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen

Der gemeinnützige Radsportverein Rügen Rund organisiert nicht nur Radrennen auf der Insel, er engagiert sich auch beim 3. Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen. Mit dabei: Dirk Wiedenhöft. Den Inselexperten hat er ein paar Fragen beantwortet.

Herr Wiedenhöft, an der Strecke wird Ihr Verein die Verpflegungsstation am Kreisverkehr in Binz betreuen und sich um die Versorgung der Triathleten kümmern. Ist das eine Premiere für Sie?

Wiedenhöft: Unser Verein „Rügen – Rund e.V.“ ist von Anfang an dabei. Wir übernehmen das dritte Jahr in Folge die Sicherstellung der Verpflegungsstation für die Radfahrer in Binz.

Im Jahr 2014, damals noch an der Verpflegungsstation am Binzer Kleinbahnhof, war es für uns eine Premiere. Leider war das Wetter nicht optimal, was jedoch der Stimmung keinen Abbruch tat, da die Wettkampfatmosphäre beim Ironman einfach einmalig ist.

Warum macht Ihr Verein mit – und wie viele ehrenamtliche Helfer werden von Ihrem Verein im Einsatz sein?

Wiedenhöft: Da wir Erfahrung mit der Ausrichtung von Radsportveranstaltungen haben und mit der Gemeinde Binz eine gute Zusammenarbeit pflegen, ist es für uns als Radsportverein selbstverständlich, bei so einem großen Sportevent zu helfen. Es werden dieses Jahr wieder ca. 20 ehrenamtliche Helfer zum Einsatz kommen.

Musste große Überzeugungsarbeit geleistet werden, um freiwillige Helfer zu bekommen?

Wiedenhöft: Nein. Viele von uns fahren selber regelmäßig zu großen Radsportveranstaltungen, wie z.B. der Mecklenburger Seenrunde, Vätternrundan in Schweden, Frankenwaldradmarathon, Bornholm – Rund in Dänemark – um hier nur einige zu nennen. Dadurch wissen wir natürlich auch, wie wichtig freiwillige Helfer sind, ohne die solche Events nicht möglich wären. Hier kann man auch als Ehrenamtler ein Stück zurückgeben.

Schicken Sie auch Vereinsmitglieder als aktive Starter zum Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen?

Wiedenhöft: Leider nicht. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass es sich hier nicht um eine reine Radsportveranstaltung handelt, sondern um einen Triathlon.

Würden Sie sich zutrauen, selbst den Triathlon zu absolvieren? Oder wäre Ihnen ein Start als Radsportler in der Staffel lieber?

Wiedenhöft: Als Staffel könnte ich mir vorstellen, die 90 Kilometer mit dem Rad zu fahren.

Nach dem IRONMAN folgen die nächsten großen Sportveranstaltungen, bei denen ausschließlich das Radfahren im Mittelpunkt steht und bei denen Ihr Verein eine große Rolle spielt, diesmal als Veranstalter und -organisator. Wann und wo geht’s los, wie sieht das Programm aus?

Wiedenhöft: Ich möchte alle Radsportfreunde schon jetzt recht herzlich zu unserem Rügen-Rund-Marathon am 27. Mai 2017 einladen. Das wird wieder ein tolles Treffen. Mehr Informationen gibt es dazu auf www.ruegen-rund.de

Welche positiven Erfahrungen haben Sie bei Ihren eigenen Veranstaltungen auf Rügen gesammelt?

Wiedenhöft: In diesem Frühjahr Jahr fand der Rügen- Rund Radmarathon zum siebten Mal statt.

Viele Radsportler sind von Anfang an dabei. Dieses Jahr hatten wir eine Rekordbeteiligung von 512 Teilnehmern.

Jeder Starter bekommt von uns nach dem Zieleinlauf eine Medaille, die dann von den Fahrern mit Stolz getragen wird. Für uns als Veranstalter ist es immer wieder schön, nach dem Radmarathon in zufriedene und stolze Gesichter zu sehen.

Von vielen Radsportlern bekommen wir positiven Zuspruch. Des Weiteren wird der Rügen-Rund Radmarathon von einem kulturellen Rahmenprogramm begleitet, welches auch Touristen anzieht. Viele bekommen so erstmalig einen Einblick in Sportevents und zeigen sich als begeisterte Zuschauer. Und vielleicht kann man so auch den einen oder anderen für den Radsport begeistern.

Wie schaffen es die Insulaner, auch Sie mit ihrem Verein, Sportfreunde aus nah und fern zum Freizeitradeln und zu ambitionierten Rennen nach Rügen zu locken?

Wiedenhöft: Die Insel Rügen ist deutschlandwand für ihre imposanten Landschaften, wunderschönen Orte und traumhaften Alleen bekannt. Dies ist ein großer Vorteil beim Bewerben unseres Radsportevents. Viele Freizeitradler verbinden so den Sport mit dem Erleben der Natur. Angeboten werden verschiedene Strecken von 35km, 75km, 135km, 160km und 205km. Unsere Veranstaltung ist kein Rennen auf Zeit, sondern es geht um das Erlebnis des gemeinsamen Fahrens. Und alle Teilnehmer verbindet die Liebe zum Radsport und zur Natur. Gefahren wird in Gruppen, die vom Start bis zum Ziel, begleitet von Polizeifahrzeugen und Begleitfahrzeugen des Vereins, zusammenbleiben. Wir wollen den Radfahrern ermöglichen, je nach Strecke, auch einmal abseits der Radwege sicher auf den Straßen zu fahren.

Was geben Sie den Startern des 3. Strandräuber IRONMAN 70.3 außer der Verpflegung noch mit auf den Weg?

Unfall- und pannenfreie Fahrt bei hoffentlich bestem Wetter! Habt viel Spaß und genießt die Zeit! Wir werden euch wieder gut verpflegen und anfeuern. Wir sind stolz auf euch. Kommt nächstes Jahr wieder, macht ordentlich Werbung für unsere schöne Insel und unsere super Radsportveranstaltungen.

 

Vielen Dank für das Interview und allzeit gute und unfallfreie Fahrt!

 

P.S. Wir suchen übrigens weitere ehrenamtliche Helfer für den 3. Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen.

Anmeldungen bitte über www.ironman.ruegen.de

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Holger Vonberg

Holger Vonberg ist gebürtiger und bekennender Rüganer. Sein Berufswunsch als Zweijähriger: „Urlauber Baabe“. Das hat nicht ganz geklappt. Ab 1991 war er als Journalist u. a. für den NDR, die OZ und den „Urlaubs-Lotsen“ auf der Insel unterwegs. Jetzt gehört er als Inselexperte zur festen Besatzung der Tourismuszentrale Rügen. Er lebt mit seiner Frau auf Wittow und hat zwei erwachsene Kinder.

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