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Alvo Graf zu Innhausen und Knyphausen | Rechtsanwalt, Jahrgang 1975

Der Familientradition verpflichtet

Mächtige Bäume spenden wohltuend Schatten auf dem Gut Kartzitz bei Rappin. Die weit ausladenden Kronen spannen ein Blätterdach über den malerischen Landschaftspark, der zum Großteil frei zugänglich ist. Nach der Wende kam Alvo zu Knyphausen mit seinen Eltern zurück zu den Wurzeln seiner Familie, die auf der Linie derer von Krassow in Pansevitz bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Das Ende des Zweiten Weltkrieges hat seine Familie auf Rügen erlebt.

Während des Studiums pendelte Alvo zu Knyphausen oft zwischen Leipzig, Berlin und der Insel. Er erlebte mit, wie sich die Eltern für den Forst- und Landwirtschaftsbetrieb engagierten und sich für den einstigen Familiensitz in Pansevitz eingesetzt haben – für die Schlossruine und den Park, der durch ihre Initiative zu einem Friedwald wurde. Nach der Wende hatte der Verband INSULA RUGIA e.V. mit finanzieller Unterstützung der Familie Graf Knyphausen den völlig verwilderten Schlosspark von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) mit der Zielstellung gekauft, ihn zu restaurieren. Seit 2007 hat die Stiftung „Schlosspark Pansevitz“ die Aufgabe übernommen, den großen Park instand zu halten und die Ruine vor dem weiterem Verfall zu schützen. Dieses Projekt, gefördert von der Allianz Umweltstiftung, war im Jahr 2012 sogar Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, so Alvo zu Knyphausen, der mit seiner Frau und den Kindern auf Rügen inzwischen richtig sesshaft geworden ist.

Video und Foto: pocha.de

Mehr Informationen

www.stiftung-schlosspark-pansevitz.de

 

Insel Rügen. #25JAHRE

Nach dem Mauerfall in die Reisefreiheit. Deutschland feiert im Jahr 2015 „Silberhochzeit“: 25 Jahre Deutsche Einheit. Die Insel Rügen erinnert mit der Kampagne „#25JAHRE“ an jene Zeit vor und nach dem Mauerfall. Wie haben die Menschen auf Rügen, Ummanz und Hiddensee die gesellschaftliche Wende erlebt? Wie war ihr Leben in der DDR – an der unsichtbaren Mauer, die Ostsee hieß? Und wie ging es im neuen, vereinten Deutschland für sie weiter? Rügen hat sie: Menschen mit ihren spannenden Geschichten, authentisch, ehrlich, emotional, überraschend. Jede Woche des neuen Jahres steht für 52 dieser Gesichter, die immer freitags in Kurzfilmen auf Youtube (youtube.com/wirsindinsel), Vimeo und im Blog www.wirsindinsel.de gezeigt werden: Plattdänzer und Plattschnacker, „Ureinwohner“ und Neurüganer, Sänger, Künstler, Mitgestalter, eine Meisterin, der Wetterfrosch, der Nachbar und die Nachbarin. Spannende Geschichten, die zeigen, wie tief so manche Wurzel in die Rügener Geschichte hinein reicht, was Glück und was Heimat bedeuten und wie sich Zeiten und Menschen ändern, ob Wünsche und Träume wahr wurden oder Hoffnungen sich vielleicht doch nicht erfüllt haben. #25JAHRE ist ein Projekt voller Emotionen, ein Stück bewahrter Zeitgeschichte, ein Teil von Rügen.

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Museum „Seefahrerhaus“ am Selliner See
Erste Rügener Woche der Nachhaltigkeit

Holger Vonberg

Holger Vonberg ist gebürtiger und bekennender Rüganer. Sein Berufswunsch als Zweijähriger: „Urlauber Baabe“. Das hat nicht ganz geklappt. Ab 1991 war er als Journalist u. a. für den NDR, die OZ und den „Urlaubs-Lotsen“ auf der Insel unterwegs. Jetzt gehört er als Inselexperte zur festen Besatzung der Tourismuszentrale Rügen. Er lebt mit seiner Frau auf Wittow und hat zwei erwachsene Kinder.

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