Ein Hoch auf Sportler, Helfer und Zuschauer


Holger Vonberg ist gebürtiger und bekennender Rüganer. Sein Berufswunsch als Zweijähriger: „Urlauber Baabe“. Das hat nicht ganz geklappt. Ab 1991 war er als Journalist u. a. für den NDR, die OZ und den „Urlaubs-Lotsen“ auf der Insel unterwegs. Bis März... mehr

2. Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen ist Geschichte

 

Knapp fünf Minuten Vorsprung konnte sich Michael Raelert beim 2. Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen erschwimmen, erradeln, erlaufen. Nach 3:50:01 Stunden überquerte er am Sonntag freudestrahlend die Ziellinie an der Seebrücke von Binz, umjubelt von Tausenden Zuschauern, die auch den Zweitplatzierten Horst Reichel und Tilo Bracht als Dritten begeistert feierten. Bei den Frauen konnte sich Natascha Schmitt nach 4:26:46 Stunden „mit Beinen so weich wie Butter“ den ersten Platz sichern. Sie habe den Atem ihrer Konkurrentin und Vorjahressiegerin Yvonne van Vlerken im Nacken gespürt, wohl wissend, dass Yvonne beim abschließenden Halbmarathon immer für eine Überraschung gut ist. Diesmal hat es leider nicht geklappt, bedauerte Yvonne ein wenig geknickt. Die Wellen und die Strömung hatten sie beim Schwimmen im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig aus der Bahn geworfen. Bronze holte sich Annett Finger aus Glauchau.

Stichwort Schwimmen: Das war beim 2. Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen eine Premiere, denn im vergangenen Jahr konnte dieser Programmpunkt wegen zu hoher Wellen nicht absolviert werden. Diesmal war es für etliche Athleten dennoch hart an der Grenze. Zunächst mussten die anrollenden und brechenden Wellen überwunden oder untertaucht werden, dann ging es quer zur Welle bis zur nächsten Boje und schließlich mit den Wogen und durch die Gischt wieder zum Strand. Bilder, die von der Seebrücke, vom Strand oder gar von einer Drohne aus gemacht werden konnten. Die Kamera-Drohne hatte Nico Offermann von Rügen TV gen Himmel geschickt. Mit ihr konnte er beeindruckende Bilder aus Möwenperspektive einfangen. Danke dafür!

Auch dieser IRONMAN 70.3 wurde auf Rügen von Regenschauern und Wind begleitet – und von einer nicht nachlassenden überaus sonnigen Stimmung. Wie zur Premiere im September 2014 sprang der Triathlon-Funke richtig über. Sie alle feierten mit und feuerten an: der einheimische Zaungast auf seinem Gartenstuhl in Zirkow, die fleißigen Helfer an den Absperrungen, an den Verpflegungspunkten, in und auf den Begleitfahrzeugen oder im Massagezelt, die Ehrenamtler von der Feuerwehr und vom Rettungsdienst, die Gastgeber, die applaudierenden Urlaubern an der Strecke oder die mitgereisten Familien der Sportler.


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