52 Gesichter der Insel Rügen: René Geyer #35of52


Holger Vonberg ist gebürtiger und bekennender Rüganer. Sein Berufswunsch als Zweijähriger: „Urlauber Baabe“. Das hat nicht ganz geklappt. Ab 1991 war er als Journalist u. a. für den NDR, die OZ und den „Urlaubs-Lotsen“ auf der Insel unterwegs. Bis März... mehr

René Geyer | Naturführer aus Lacken-Granitz, Jahrgang 1970

„Rügen hat es verdient, geliebt zu werden. . .“

Sechs, sieben oder gar acht Wochen Sommerferien bei seiner Oma in Baabe: Für René Geyer war das immer eine besonders schöne Zeit. Geboren wurde er 1970 auf Rügen. Aufgewachsen ist er in Greifswald, weil sein Vater im Kernkraftwerk Lubmin als Ingenieur gearbeitet hat. Vom Festland schaute die Familie oft voller Wehmut über den Greifswalder Bodden zu den Zickerschen Bergen. Auch für René war Rügen immer ein Sehnsuchtsziel. Auf der Insel Riems, die im Strelasund zwischen dem Festland und Rügen liegt, hat er zur Wende seine Lehre abgeschlossen.

Im Jahr 2003 zog René, inzwischen 33 Jahre alt, zurück auf seine geliebte Insel Rügen. Hier machte er sein Hobby zum Beruf, angestoßen durch das Programm „Jobmotor Biosphäre“. Der Bodendenkmalpfleger, der inzwischen die Ehrennadel des Landes Mecklenburg-Vorpommern für besondere Verdienste im Ehrenamt trägt, wurde professioneller Naturführer. Heute kennt man nicht nur auf Rügen den „Kräuter-Geyer“.

„Zwischen Geflecktem Ferkelkraut und Buntem Hohlzahn habe ich meine Frau gefunden“, erzählt René Geyer gern – und dass der Central-Park in New York mit seinen 350 Hektar nur ein bisschen größer aber nicht schöner ist als die Zickerschen Alpen.

Mit seiner Frau lebt er nun seit zehn Jahren in Lancken-Granitz bei seinen „Klumpen“, wie die Oma einmal gesagt hat. Mit den „Klumpen“ meinte sie die Großstein- oder Hünengräber, die René einst für das Nationalparkamt kartiert hatte.

www.naturgeyer.de

Video und Foto: pocha.de

Insel Rügen. #25JAHRE

Nach dem Mauerfall in die Reisefreiheit. Deutschland feiert im Jahr 2015 „Silberhochzeit“: 25 Jahre Deutsche Einheit. Die Insel Rügen erinnert mit der Kampagne „#25JAHRE“ an jene Zeit vor und nach dem Mauerfall. Wie haben die Menschen auf Rügen, Ummanz und Hiddensee die gesellschaftliche Wende erlebt? Wie war ihr Leben in der DDR – an der unsichtbaren Mauer, die Ostsee hieß? Und wie ging es im neuen, vereinten Deutschland für sie weiter? Rügen hat sie: Menschen mit ihren spannenden Geschichten, authentisch, ehrlich, emotional, überraschend. Jede Woche des neuen Jahres steht für 52 dieser Gesichter, die immer freitags in Kurzfilmen auf Youtube (youtube.com/wirsindinsel), Vimeo und im Blog www.wirsindinsel.de gezeigt werden: Plattdänzer und Plattschnacker, „Ureinwohner“ und Neurüganer, Sänger, Künstler, Mitgestalter, eine Meisterin, der Wetterfrosch, der Nachbar und die Nachbarin. Spannende Geschichten, die zeigen, wie tief so manche Wurzel in die Rügener Geschichte hinein reicht, was Glück und was Heimat bedeuten und wie sich Zeiten und Menschen ändern, ob Wünsche und Träume wahr wurden oder Hoffnungen sich vielleicht doch nicht erfüllt haben. #25JAHRE ist ein Projekt voller Emotionen, ein Stück bewahrter Zeitgeschichte, ein Teil von Rügen.

 

 

 


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