Winterzeit, Sommerzeit, Rügenzeit


Natalie Schlemper ist in ihrem Leben viel gereist und dann auf Rügen angekommen. Die Insel mit ihren vielen unterschiedlichen Naturlandschaften, Sehnsuchtsorten und Kuriositäten hat ihren Entdeckergeist in den Bann gezogen. Von einigen Einsichten in das Inselleben wird sie hier berichten.

Nun ist es wieder so weit: die Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt. Aber wussten Sie auch, dass man auch auf Rügenzeit umstellen kann? Zumindest die Stadt Bergen auf Rügen hat eine eigene Zeitrechnung:

Das Zifferblatt der Kirchturmuhr von St. Marien hat an der Nordseite 61 Minuten!

Nun kann man das philosophisch, physikalisch oder kritisch betrachten – es ist und bleibt eine Bergener Tradition, einfach Zeit zu gewinnen. Nach einem schweren Sturm im Jahr 1983 gestaltete sich die Reparatur des beschädigten Zifferblatts als so schwierig, dass man sich kurzerhand dazu entschloss, den entstandenen Makel mit einer weiteren Minute abzudecken. Und so hat man im wahrsten Sinne des Wortes Zeit darüber verstreichen lassen. Etwas mehr Zeit im Leben zu haben macht sich schon ganz gut, schließlich geht es ja doch oft nur um Minuten.

Dabei hat die Insel Rügen auch noch Stunden zu bieten:
Am Kap Arkona / Putgarten wurden nämlich 434 mehr Sonnenstunden gemessen als im Bundesdeutschen Jahresdurchschnitt.
Die Insel-Zeitrechnung ergibt also Folgendes: Man gewinnt hier pro Tag 1,19 Putgartener Sonnenstunden plus 24 Bergener Minuten.

Natürlich gilt auch auf Rügen die Mitteleuropäische Zeit, wir stellen hier genauso heute Nacht die Uhren um wie Sie das tun – aber ansonsten machen wir uns da mal zeitlich unabhängig.

Eins kann ich mit Sicherheit empfehlen: Im Kopf auf Rügenzeit umstellen und die Sonnenstunden bei uns genießen!


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ABO


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