Dem Meer gewogen: Urlaub an der Ostsee


Dem Meer gewogen: Urlaub an der Ostsee
Berichte von Einheimischen.

Seit etwa 200 Jahren zieht es Erholungssuchende an das Mare Balticum – die Ostsee. Das Meerwasser, die salzhaltige Luft, das Sonnenlicht und die einzigartige Landschaft, die Rügen zu bieten hat, macht die Insel und ihre kleinen und reizvollen Schwestern Hiddensee und Ummanz zur deutschen Urlaubsdestination Nummer 1. „Diese Klarheit! Dieses mächtige Strömen des Lichts! Dazu die Freiheit des Wanderns über die pfadlose Grastafel. Dazu der Salzgeschmack auf den Lippen. Das geradezu bis zu Tränen erschütternde Brausen der See!“ Besser als der Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann kann man diese Atmosphäre wohl kaum in Worte fassen.

Rügen liegt in der südlichen Ostsee und hat durch die vielen Buchten, Bodden und Nehrungen eine Küstenlänge von rund 580 Kilometern, wobei kein Ort weiter als sieben Kilometer vom Wasser entfernt ist. Hier riecht man das Meer.

Die Ostsee ist mit ihren rund 12 000 Jahren ein noch junges Meer und etwas größer als die Bundesrepublik.
Rügen, Deutschlands größte Insel, würde theoretisch 400 Mal in die Ostsee passen, wäre dann allerdings nicht mehr einzigartig.

Nach der letzten Eiszeit, als der bis zu drei Kilometer dicke Eispanzer zu schmelzen begann, ist die Ostsee entstanden. Sie ist es, die im Zusammenspiel mit dem Wind Rügens zerklüftete Gestalt noch heute formt. Aus mehreren Inselkernen wuchsen durch Uferabbrüche und Sandtransporte langgestreckte, bogenförmige Landzungen, die diese Inselkerne miteinander verbinden und eine überaus große Anziehungskraft für Urlauber haben: die kilometerlangen Sandstrände zwischen den Halbinseln Wittow und Jasmund, die Prorer Wiek, die Strände auf dem Mönchgut und auf Hiddensee.

Im Jahre 1816 gründete Fürst Malte zu Putbus für „Allerhöchste Herrschaften“ das Luxusbad in Lauterbach an der Goor, nachdem bereits 1794 die ersten Badegäste in der „Brunnen-, Bade und Vergnügungsanstalt“ in der Sagarder Brunnenaue besucht hatten. In der Goor badete man noch in Marmorwannen, später in der offenen See.

Rügen hat insgesamt 56 Kilometer feinkörnige Sandstrände, 27 Kilometer Naturstrände an der Ostsee und knapp drei Kilometer Boddenstrände zu bieten.

Was will man? Meer!

Rettungsschwimmer sorgen an den bewachten Badestränden für Sicherheit, in einigen Badeorten weht die Blaue Flagge für hervorragende Sauberkeit und ausgezeichnete Wasserqualität.

Doch nicht nur das Badeleben – ganz gleich, ob angezogen oder nackt – hat seine Reize. Wo Kutter tuckern, Möwen kreischen und der Wind sich in der Takelage fängt, ist Rügens maritimer Charme am größten. Urige Hafenkneipen, der Duft von frisch geräuchertem Fisch und die weißen Segel am Horizont locken an Kaikanten, auf Molen und Stege. Aktive Wassersportler – Segler, Surfer, Angler – lieben die vielfältigen Reviere, Marinas und Spots entlang der Küste und genießen Wasser, Wind und Wellen.

 

 


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