Eine schwebende Promenade: die Wieker Kreidebrücke wurde saniert


Eine schwebende Promenade: die Wieker Kreidebrücke wurde saniert
Berichte von Einheimischen.

Wiek auf Rügen ist um eine Attraktion reicher: Beim Hafenfest am 18. Juli, pünktlich zur 700-Jahrfeier dieser Wittower Gemeinde, wird die frisch sanierte Kreidebrücke offiziell übergeben – als „schwebende Promenade“. Das Industriedenkmal aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist einzigartig im norddeutschen und Ostsee-Raum, eine der ersten kompletten Stahlbetonbrücken.Im Jahre 1913 hatte die „Portland-Cement-Fabrik“ aus Stettin beim Stralsunder Wasserbauamt einen wichtigen Termin, bei dem es um den Bau einer so genannten Schüttrampe ging. Kriegsanfang und Baubeginn fielen wohl zusammen. Auf dem Südende der rund 140 Meter langen Brücke, die sich bis zum Hafenbecken spannt, wurde 1916 ein Maschinenhäuschen errichtet, während weiter am geplanten Kreidehafen, an der Chaussee von der Wittower Fähre bis Wiek und an einer Kleinbahnanlage gearbeitet wurde, die bis nach Arkona führen sollte – zum vorgesehenen Kreideabbaugebiet. Daraus wurde nach dem Ersten Weltkrieg nichts. Einzige Zeugnisse: die Kreidebrücke von Wiek und die von Menschenhand unberührten Kreidevorkommen auf Arkona.

Die Sanierung der fast 100 Jahre alten Kreidebrücke kostete rund 2,3 Millionen Euro.
Das Land hat dafür rund 139.000 Euro aus dem Kofinanzierungsfonds bereitgestellt. Weitere 1,84 Millionen Euro kamen vom Wirtschaftsministerium aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Die neue Promenade, von der die Besucher einen fantastischen Blick auf das Hafengelände, den Wieker Bodden, die Schiffe, Segelboote und schwimmenden Ferienhäuser haben, wird ganz sicher auch in den Abendstunden ein Besuchermagnet, denn von dort gibt es einen ganz besonderen Ausblick auf den Sonnenuntergang in der Ostsee hinter Dranske und Hiddensee.


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