Campingurlaub auf Rügen


Berichte von Einheimischen.

Der Begriff Camping umfasst eine sehr breite Spanne von Aktivitäten. Ihnen allen ist gemeinsam, nicht in Gebäuden zu übernachten, sondern die Zeit in der freien Natur oder auf –  möglichst naturnahen – für das Campen vorgesehenen Einrichtungen zu verbringen.“ Was im Online-Lexikon „Wikipedia“ dann doch ein wenig sperrig klingt, ist für viele passionierte Camper ein Lebensgefühl. Eine Überzeugung, die oft von Generation zu Generation weitergegeben wird. Denn wer seine Ferien von klein auf zwischen Heringen, Vorzelten und Isomatten verbracht hat, den können all die kleinen Herausforderungen, die Nicht-Camper vermutlich in die Verzweiflung treiben würden, unter keinen Umständen erschrecken oder gar vom Urlaub unter freiem Himmel abbringen. Und die jährlich fast 150.000 Camper auf Rügen wissen, dass die Zelt- und Stellplätze der Insel oft noch viel schöner gelegen sind als so manches First-Class-Hotel: 

Direkt an herrlichen Sandstränden, inmitten von würzig duftenden Kiefernhainen, in ländlicher Idylle oder an stillen Boddenufern  bieten sie perfekte Bedingungen für einen unvergesslichen Urlaub unter freiem Himmel.
Dabei fehlt es in dieser herrlichen Landschaft natürlich auch an gutem Service nicht. Frische Brötchen, die aktuelle Tageszeitung, Leihräder, Wassersportangebote, Kinderbetreuung, Animation, Wellness und noch vieles mehr gehören auf vielen Campingplätzen ganz selbstverständlich mit dazu. Denn in den vergangenen Jahren haben die Betreiber in Sachen Infrastruktur und Servicequalität einiges bewegt.
Kaum zu glauben, dass es auf vielen dieser Plätze von wenigen Jahrzehnten oft noch nicht mal einen Strom- oder Wasseranschluss gab, dass man aufs Plumpsklo ging, im chronisch ausverkauften Konsum nach den einfachsten Lebensmitteln anstehen musste und dass die oft spartanisch ausgestatteten, aber begehrten Plätze zu einem Großteil über die betrieblichen Feriendienste vergeben wurden. Echte Camper konnte das freilich nicht schrecken, waren und sind sie doch wahre Meister der Improvisation.  Und das bewiesen damals jedes Jahr aufs Neue: Immerhin waren zu DDR-Zeiten rund  40 Prozent der Urlauber Camper und verbrachten ihre Ferien auf den Plätzen in Baabe, Zicker, Nipmerow, Lietzow, Banzelvitz  oder Altefähr.
Heute sind es ungefähr elf Prozent der Urlauber, die ihre Ferien auf einem Campingplatz auf der Insel Rügen verbringen.  Und die schätzen neben den modernen und komfortablen Stellplätzen vor allem die zahlreichen Urlaubsagebote auf der Insel. Denn schließlich  gibt es hier jede Menge zu sehen, zu entdecken und zu erleben: die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund, den Schinkel-Leuchtturm und das kleine Fischerdörfchen Vitt am Kap Arkona, das Jagdschloss Granitz, die Störtebeker-Festspielen oder die historischen Kleinbahn „Rasender Roland“… Eben eine „sehr breite Spanne von Aktivitäten“, die zusammen mit vielen unvergesslichen Momenten und den unzähligen landschaftlichen und kulturellen Schätzen dieser wunderbaren Insel einen Urlaubunter freiem Himmel perfekt machen.


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